Grundsätzlich dreht sich auf kindergeld.info alles rund um Leistungen an Eltern, die im Zusammenhang mit Kindern stehen. In erster Linie wird natürlich das Thema Kindergeld sehr ausführlich behandelt, darüber hinaus finden Sie hier auch Informationen zu weiteren Leistungen wir Elterngeld, Kinderzuschlag und Mutterschaftsgeld. Allerdings ist das Kindergeld in der Bundesrepublik die prominenteste Leistung Familien mit Kind. Bis zum Erreichen der Volljährigkeit erhalten Eltern für ihre Kinder das Kindergeld ohne weitere Auflagen. Nach Vollendung des 18. Lebensjahres muss das Kind sich allerdings in einer Ausbildung befinden oder bei der Arbeitsagentur für Arbeit arbeitslos gemeldet sein, um weiterhin einen Anspruch zu haben.

Ratgeber Kindergeld

Kindergeld RatgeberBeim Kindergeld handelt es sich um eine vom Staat steuerliche Ausgleichszahlung nach dem EStG und dem Bundeskindergeldgesetz (BKGG). Dabei steht den Eltern bis zur Volljährigkeit der Kinder das Elterngeld ohne Auflagen und Bedingungen zu und beträgt für die ersten beiden Kinder jeweils 184 Euro, für das dritte Kind 190 Euro und ab dem vierten Kind 215 Euro. Anstatt des Kindergeldes können besserverdienende Eltern bei der Veranlagung der Einkommensteuer den Kinderfreibetrag geltend machen.

Grundsätzlich besteht der Anspruch auf Kindergeld für minderjährige Kinder. Ab Vollendung des 18. Lebensjahres wird nur Kindergeld gezahlt, wenn sich das Kind in einer Schul- oder Berufsausbildung (auch Studium) befindet (Kindergeld für Volljährige). Dabei sind seit 2012 keine Einkommensgrenzen mehr zu beachten. Die Kindergeldzahlungen laufen längstens bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres.

Kindergeld über das 25. Lebensjahr hinaus

Bei behinderten Kindern gibt es keine Altersgrenze, so dass Kindergeldzahlungen zunächst unbegrenzt weiterlaufen. Bei nicht behinderten Volljährigen ist spätestens mit dem 25. Geburtstag Schluss. Allerdings können Zeiten eines abgeleisteten gesetzlichen Wehr- oder Zivildienstes die Bezugsdauer um den Zeitraum der Ableistung verlängern. Der für den abgesetzten Wehr- oder Zivildienst eingeführte Bundesfreiwilligendienst (kurz BFD) verlängert den Bezugszeitraum des Kindergeldes allerdings nicht, da es sich hierbei um keine gesetzliche Pflicht handelt.

Ausländer in Deutschland

Für ausländische Antragsteller gelten gesonderte Regeln, daher sind diese im Artikel Kindergeld für Ausländer abgefasst. Hier spielt insbesondere die Staatsangehörigkeit bzw. Aufenthaltserlaubnis beim Kindergeldanspruch eine Rolle.

Kindergeld Antrag

Der Antrag auf Kindergeld muss schriftlich gestellt werden. Hierzu halten Familienkassen die Antragsformulare bereit oder man lädt sich diese kostenfrei im Internet herunter. Weitere Informationen zum Kindergeldantrag (mit Downloadlink): Kindergeld Antrag

Auszahlung des Kindergeldes

Die Auszahlung erfolgt monatlich zu einem festgelegten Datum, welches sich nach den letzten Ziffern der Kindergeldnummer richtet. Besteht für einen Tag im Monat Kindergeldanspruch, so wird der volle Betrag für den gesamten Monat gezahlt. Einzelheiten zur Auszahlung sowie die Auszahlungstermine für 2012 und 2013 können unter Kindergeldzahlung eingesehen werden.

Rechtsbehelf gegen Kindergeldbescheid

Das Kindergeld wird per Bescheid als Verwaltungsakt festgesetzt. Zwar gibt es keine Einkommensgrenzen mehr beim Kindergeld, so dass sich kaum Fehler einschleichen – dennoch sollte der Kindergeldbescheid gründlich geprüft werden und falls sich Unstimmigkeiten eingeschlichen haben, fristgerecht Widerspruch erheben. Im Artikel zum Einspruch gegen den Kindergeldbescheid als Rechtsbehelf sind weitere nützliche Informationen sowie Fristen zusammengefasst.

Kinderfreibetrag

Wie bereits eingangs erwöhnt, handelt es sich beim Kindergeld um eine steuerliche Ausgleichszahlung. Eltern die über ein gemeinsames Einkommen von über 60.000 Euro verfügen, sind allerdings mit dem Kinderfreibetrag bei der Steuererklärung besser gestellt als mit dem Kindergeld, welches monatlich ausgezahlt wird. Hier nimmt das Finanzamt allerdings selbst eine Günstigerprüfung durch um zu ermitteln, ob sich das Kindergeld oder der Kinderfreibetrag positiver für den Steuerpflichtigen auswirken. Einzelheiten zur Günstigerprüfung ob Kindergeld oder Kinderfreibetrag.

Änderungen beim Kindergeld 2014

Seit nunmehr 4 Jahren hat sich an der Höhe des Kindergeldes nichts geändert. Im vorletzten Jahr 2012 wurde die Einkommensanrechnung von volljährigen Kindern komplett gestrichen, so dass sich auch für 2014 keine Änderungen mehr ergeben.

Ratgeber Elterngeld

Elterngeld RatgeberErstmalig wurde das Elterngeld im Jahre 2007 eingeführt, mit dem Ziel, die Familienplanung zu fördern. Im Klartext bedeutet dies, dass es sich um eine Entgeltersatzleistung handelt, welche Eltern nach der Geburt ihres Kindes erhalten, die zur Erziehung und Pflege des Kindes zu Hause bleiben oder sich beruflich einschränken. Dabei dient es als Ersatzleistung für das weggefallene Einkommen aus der Beschäftigung vor der Kindesgeburt und wird wie jede Entgeltersatzleistung steuerfrei ausgezahlt, unterliegt jedoch dem Progressionsvorbehalt. Die letzte Änderung fand zum 01.01.2013 statt. Diese Informationen finden Sie in einem gesonderten Artikel unter: Elterngeld ab 2013.

Ratgeber Kinderzuschlag

Kinderzuschlag RatgeberDer Kinderzuschlag wird als zusätzliche Sozialleistung zum Einkommen durch die Familienkasse gezahlt. Diesen erhalten Eltern, die zwar über genügend Einkommen für sich verfügen, aber nicht ausreichend verdienen, um ihre Kinder adäquat zu versorgen. Die Höhe beträgt maximal 140 Euro und ist abhängig davon, ob das elterliche Einkommen sich in den Einkommensgrenzen bewegt. Grundvoraussetzung ist allerdings, dass tatsächlich Erwerbseinkommen und nicht nur ausschließlich Sozialleistungen wie Hartz IV oder Sozialhilfe bezogen werden. Die Eltern müssen also in einem Arbeitsverhältnis stehen und ihren Lebensunsterhalt selbst bestreiten können.

Ratgeber Mutterschaftsgeld

Ratgeber MutterschaftsgeldDas Mutterschaftsgeld erhalten Mütter während der Mutterschutzfrist, die bereits 6 Wochen vor der Geburt des Kindes beginnt und 8 Wochen nach der Kindesgeburt endet. Mütter, die der gesetzlichen Krankenversicherung angehören, erhalten das Mutterschaftsgeld von ihrer Krankenkasse. Privat krankenversicherte Mütter müssen sich mit ihrem Antrag hingegen an das Bundesversicherungsamt (BVA) wenden. Berechnungsgrundlage ist hier das Nettoentgelt welches in den drei Monaten vor der Mutterschutzfrist bezogen wurde.

Wenn Sie noch weiterführende Fragen zu einem bestimmten Thema haben, können Sie diese im entsprechenden Forum stellen.