Kindergeld Einkommen - Einkommensanrechnung

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(05.01.2016) Das Steuervereinfachungsgesetz 2011 hat erhebliche Vorteile für Eltern gebracht, was das Kindergeld Einkommen anbelangt. Seit 2012 muss bei volljährigen Kindern nicht mehr die Höhe des Einkommens nachgewiesen werden. Die Neuregelung sieht vor, dass bei Kindern, die bereits über eine Ausbildung verfügen, nachgewiesen werden muss, dass diese nicht mehr als 20 Wochenstunden arbeiten.

Die folgenden Angaben beziehen sich nur auf Zeiträume bis einschließlich 31.12.2011. Ab 2012 wurde die Anrechnung des Einkommens beim Kindergeld ersatzlos gestrichen.

Anrechnung von Einkommen des volljährigen Kindes

Neben der Voraussetzung der Ausbildung oder Arbeitslosigkeit des Kindes ist das Einkommen des volljährigen Kindes bei Bezug von Kindergeld ein ganz wichtiger Faktor.

Für das Kindergeld bei volljährigen Kindern gibt es eine Freigrenze von 8.004 Euro (7.680 Euro bis 2009). Freigrenze bedeutet: Wird die Grenze von 8.004 Euro überschritten, erlischt der Anspruch für den gesamten Bewilligungszeitraum und ist an die Familienkasse zurückzuzahlen. Dieser Betrag gilt, wenn das volljährige Kind für das gesamte Jahr Kindergeld erhalten hat.

Hat das volljährige Kind beispielsweise nur von Januar bis Juli die Voraussetzungen für Kindergeld erfüllt, so beträgt die Freigrenze 7/12 von 8.004 Euro = 4.669 Euro. Für das Einkommen zählt das Zuflussprinzip, also der Zeitpunkt, in welchem der Betrag/ Einkommen dem volljährigen Kind zur Verfügung stand. Die Zeiten, in denen das Kind Vollzeitbeschäftigt war, werden nicht angerechnet. Es zählt nur das Einkommen aus dem Zeitraum, für welchen auch ein Kindergeldanspruch besteht (BFH: AZ III R 67/04 vom 15.09.2005).

Diese Freigrenze ist als Bruttobetrag anzusehen, jedoch werden noch Werbungskosten, Betriebsausgaben, Sozialversicherung, etc.  abgezogen.

Beispielrechnung

Befindet sich das volljährige Kind in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis, kann es bis zu ca. 11.150 Euro verdienen, ohne die Freigrenze von 8.004 Euro zu gefährden.

11.150,00 € – 2.230€ (Sozialversicherung ca. 20%) – 1.000€ Werbungskostenpauschale nach § 9a EStG = 8.000 € (< 8.004 €)

Sind die Werbungskosten höher, so kann das Kind dementsprechend auch ein höheres Einkommen haben.

Hat das Kind Einkünfte aus Gewerbebetrieb oder selbständiger Tätigkeit oder aus Vermietung und Verpachtung, so zählt der Gewinn bzw. der Überschuss. Damit ist gemeint: Betriebseinnahmen – Betriebsausgaben = Überschuss bzw. Umsatz – Kosten/ Aufwand = Gewinn.

Welches Einkommen wird angerechnet?

Als Einkommen für das Kindergeld gelten:

  • Einkünfte
  • Bezüge

Einkünfte als Einkommen

Zu den Einkünften zählen insbesondere

  • Ausbildungsvergütung, sowie die neben der Ausbildung oder in der Übergangszeit oder in den Ferien erzielten Einnahmen aus einer Beschäftigung oder einem Nebenjob. Hierzu zählen auch die Vermögenswirksamen Leistungen (VWL) sowie evtl. steuerpflichtiger Lohnzuschläge und Einmalzahlungen. Bei Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit ist der Werbungskostenpauschbetrag von 1.000 € abzuziehen, sofern keine höheren Werbungskosten nachgewiesen werden.
  • Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit sowie aus Gewerbebetrieb
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen nach Abzug des Sparer-Pauschbetrages von 801 € (tatsächliche Werbungskosten können nicht geltend gemacht werden).
  • Einkünfte aus Vermietung- und Verpachtung
  • Taschengeld bzw. Sachbezüge, welches das Kind aufgrund der Ableistung eines freiwilligen sozialen bzw. ökologischen Jahres oder des Europäischen Freiwilligendienstes erhält.
  • Hinterbliebenenbezüge (beamten- oder soldatenrechtliche) nach Abzug des Versorgungsfreibetrages
  • Übergangsbeihilfen (Übergangsgebührnisse) für ehemalige Zeitsoldaten (nach §§ 11,11a SVG)
  • Erwerbsminderungs- sowie Hinterbliebenenrenten der gesetzlichen Rentenversicherung
  • Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung (nur Ertragsanteil)
  • Unterhalt des geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten

Werbungskosten

Bei der Ermittlung des Einkommens aus nichtselbständiger Tätigkeit (hierzu zählt auch die Ausbildungsvergütung!) kann das Kind den Werbungskostenpauschbetrag in Höhe von 1.000€ abziehen, sofern keine höheren Werbungskosten nachgewiesen werden. Die Kosten für ein Erststudium oder eine Erstausbildung können nicht als Werbungskosten geltend gemacht werden. Diese können stattdessen als Sonderausgabe angesetzt werden (bis 4.000 €).

Anerkannt als Werbungskosten werden:

  • Bewerbungskosten (sofern von der Agentur für Arbeit nicht erstattet)
  • Fahrten Wohnung / Arbeitsstätte (einfache Entfernung, 0,30€ ab dem ersten Kilometer)
  • Beiträge zu Gewerkschaften und Berufsverbänden
  • Reisekosten (sofern von Arbeitgeber nicht erstattet)
  • Unfallkosten (sofern auf dem Arbeitsweg und nicht von der Versicherung erstattet)
  • Häusliches Arbeitszimmer (sofern es den Mittelpunkt der Tätigkeit darstellt)
  • Doppelte Haushaltsführung
  • notwendige Arbeitsmittel (Berufskleidung, Werkzeuge, Fachbücher und -zeitschriften)
  • Fortbildungs- und Lehrgangskosten
  • sonstige Kosten im Rahmen der Tätigkeit, die vom Arbeitgeber nicht erstattet werden
  • Kontoführungsgebühren

Bezüge als Einkommen

Bezüge unterscheiden sich insofern von den Einkünften, als dass sie nach dem Einkommensteuergesetz als nicht steuerbar oder steuerfrei gelten oder eine pauschale Besteuerung erfolgt. Aus diesem Grund ist diese Unterscheidung zu machen, denn wenn etwas nicht als steuerbar oder steuerpflichtig nach dem Einkommensteuergesetz gilt, bedeutet dies noch nicht, dass es auch nicht als Einkommen beim Kindergeld angerechnet wird. Berücksichtigt werden aber nur die Bezüge, die das Kind erhält, um seinen Lebensunterhalt oder die Berufsausbildung zu finanzieren. Zweckgebundene Bezüge, die das Kind erhält, um außergewöhnliche und über das „Übliche“ hinausgehende Kosten zu decken, werden nicht als Einkommen beim Kindergeld angerechnet. Hierzu würden beispielsweise Bezüge zählen, die das Kind zur Deckung des Mehrbedarfs bei Behinderung etc. erhält.

Bei den Bezügen kann eine Kostenpauschale von 180 € im Jahr abgezogen werden, sofern keine höheren Kosten geltend gemacht werden können.

Als Bezüge werden beim Kindergeld als Einkommen angerechnet:

  • Ausbildungsbehilfen
    • BAföG (nur der Zuschuss, nicht der Darlehensanteil)
    • Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)sowie vergleichbare Leistungen
    • Ausbildungsgeld sowie vergleichbare Leistungen
    • Unterhaltsgeld sowie vergleichbare Leistungen
    • Eingliederungshilfe (ohne Lehrgangskosten)
    • Studienbeihilfen
    • Stipendium
    • Erziehungsbeihilfe nach § 27 BVG
    • Förderungsleistungen nach § 5 SVG
  • Lohnersatzleistungen wie
    • Arbeitslosengeld
    • Krankengeld
    • Mutterschaftsgeld (nur für die Zeit bis zur Entbindung)
    • Verletztengeld (aus der gesetzlichen Unfallversicherung)
  • Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung
  • Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung (der den Ertragsanteil übersteigende Betrag)
  • Versorgungsbezüge (der Teil, der den Versorgungsfreibetrag übersteigt)
  • Taschengeld und Sachbezüge bei Au-Pair im Ausland
  • Wehr- und Zivildienst
    • Wehrsold
    • Verdienstausfallentschädigung nach § 13 USG
    • Weihnachtsgeld
    • Sachbezug für freie Unterkunft und Verpflegung
    • Entlassungsgeld
  • Arbeitnehmer-Sparzulage
  • steuerfreie Sontags-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschläge
  • Geld-Gewinne (z.B. Lotto, Kasino etc.)
  • Geld-Geschenke (sofern sie nicht von den Eltern stammen)
  • Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz
  • Arbeitslosengeld II bzw. Hartz IV Leistungen
  • steuerfreie Veräußerungsgewinne (Betriebs- bzw. Anteilsveräußerung)