Der Antrag auf Elterngeld wird schriftlich mit dem Tag der Geburt des Kindes (Geburtsurkunde) bei der zuständigen Stelle eingereicht. Zuständig sind in diesem Fall die von der Landesregierung festgelegten Stellen. Meist handelt es sich um die gleichen Stellen, bei denen auch schon das Erziehungsgeld beantragt wurde. Die Elterngeld Formulare erhalten Sie bei Ihrem Standesamt. Weitere Informationen erteilt auch das Jugendamt sowie die Stadtverwaltung.

Wichtig ist, dass das Elterngeld nur drei Monate rückwirkend gezahlt wird. Hierbei ist der Zeitpunkt des Elterngeldantrages maßgebend. Sollten Sie das Antragsformular bei der Gemeinde abgeben, so gilt dieser Tag als Tag der Antragstellung.

Unterlagen für den Elterngeld Antrag

Bei der Beantragung des Elterngeldes sollten Sie folgende Unterlagen bereithalten:

  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Einkommensnachweise der letzten 12 Monate
  • Bescheinigung über das Mutterschaftsgeld (stellt die Krankenkasse aus)
  • Bescheinigung über den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld (stellt Arbeitgeber aus)

Zudem sollten Sie schon wissen, für welche Monate Sie Elterngeld erhalten möchten und ob Sie während des Elterngeld Bezuges weiterhin arbeiten werden. Sollte dies der Fall sein, so wird die Elterngeld Stelle nach dem voraussichtlichen Einkommen sowie den voraussichtlichen Wochenstunden fragen.

Wie lange wird Elterngeld gezahlt?

Das Elterngeld wird dabei grundsätzlich über einen Zeitraum von 12 Monaten gezahlt, die über zwei so genannte „Partnermonate“ ergänzt werden können.

Partnermonate – “Vätermonate” für den anderen Elternteil

Die Partnermonate ermöglichen beispielsweise bei der klassischen Rollenverteilung (Mutter bleibt nach der Geburt zu Hause, Vater geht weiter arbeiten) auch dem Kindesvater für einen zusätzlichen Zeitraum von zwei Monaten zu Hause zu bleiben und in dieser Zeit Elterngeld zu beziehen – sowohl nach dem Elterngeldbezug der Mutter, als auch parallel dazu. Somit besteht ein Anspruch auf Elterngeld und damit eine Förderung von 14 Monaten.

Bei der Wahl der Partnermonate spielt es keine Rolle, welcher Elternteil wie viele Monate in Anspruch nimmt. Möglich ist auch eine Verteilung von 7 Monaten für die Mutter und 7 Monate für den Vater beim Elterngeld.

Ausnahme:
Grundsätzlich gilt aber, dass in den ersten beiden Monate nach der Geburt des Kindes die Mutter das Elterngeld beziehen muss. Dies ergibt sich daraus, dass die Mutter in diesem Zeitraum auch das Mutterschaftsgeld erhält. Bezieht die Mutter auch noch im dritten Lebensmonat des Kindes das Mutterschaftsgeld, weil das Kind vor dem errechneten Geburtstermin geboren wurde, so muss sie auch für den dritten Monat Elterngeld beziehen – dies hat das Bundessozialgericht am 26.05.2011 unter dem Aktenzeichen B 10 EG 3/10 Rentschieden. Damit bleiben für Vätermonate max. 12 bzw. 11 Monate.Von dieser Regelung kann nur abgewichen werden, wenn die Mutter direkt nach der Geburt eine Vollzeitbeschäftigung aufnimmt.

Verlängerungsoption beim Elterngeld Antrag

Durch Stellen eines entsprechenden Antrags nach § 6 BEEG kann die Dauer der Auszahlung auf den doppelten Zeitraum verlängert werden, so dass ein Bezug des Elterngeldes von bis zu 24 Monaten (bei Partnermonaten entsprechend: 28) möglich ist. In der Summe erhalten die Antragsteller aber nicht mehr Elterngeld, da sich der monatliche Auszahlungsbetrag um die Hälfte reduziert. Der Gesamtbetrag des Anspruchs auf das Elterngeld bleibt also auch bei einer Verlängerung gleich.

Alleinerziehende beim Elterngeld

Damit Alleinerzeiehende nicht im Gegensatz zu Elternpaaren benachteiligt werden, können diese auch auf Antrag einen Bewilligungszeitraum von 14 Monaten beim Elterngeld erhalten, also werden dem regulären Zeitraum des Anspruchs auf Elterngeld zuzüglich der zwei Partnermonate, wie sie bei Elternpaaren gewährt werden.