Elterngeld Höhe und Berechnung

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Die Berechnung ist für alle Elterngeld Anspruchsberechtigten gleich: das Elterngeld beträgt zwischen mindestens 65% und 100% des aus den letzten 12 Monaten vor dem Entbindungstermin erzielten Einkommens (Nettoeinkommen, bereinigtes Einkommen) und ist auf höchstens 1.800 Euro monatlich begrenzt. Hierbei kommt es nicht darauf an, ob man sein Einkommen als Angestellter oder Selbständiger verdient, lediglich die Nachweise unterscheiden sich, die weiter unten im Ratgeber Text zum Elterngeld erläutert werden.

Neuregelung der Elterngeld-Berechnung ab 2013

Zum 01.01.2013 wurde das Elterngeld mit dem Ziel reformiert, die Antragstellung zu vereinfachen und die Auszahlung zu beschleunigen. Allerdings sind die Elterngeld-Antragsteller dadurch die Leidtragenden, da dem Elterngeld ab 2013 das Bruttoeinkommen zugrunde gelegt wird, bis dahin wurde es anhand des Nettoeinkommens ermittelt. Durch die Verwendung von Pauschalen für die Sozialversicherung sowie Lohnsteuer und dem Erschwerten Wechsel der Lohnsteuerklasse sowie Wegfall der Berücksichtigung der Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte, müssen Eltern seit 2013 erhebliche Einbußen hinnehmen. Einen ausführlichen Artikel zum Thema finden Sie hier: Elterngeld – was gibt es ab 2013 zu beachten

Regelung bei der Elterngeld Berechnung bis 2012

Das Elterngeld wurde bei Arbeitnehmern aus dem Durchschnitt des Nettoeinkommen der letzten 12 Monate und bei Selbständigen aus dem durchschnittlichen, monatlichen Gewinn errechnet.

Die Änderungen in 2011 ergaben, dass Einkommen, welches 1.200 Euro monatlich übersteigt, nach § 2 Abs. 2 Satz 2 BEEG stufenweise um 0,1% je 2 Euro das Elterngeld reduziert, bis zur Mindestgrenze von 65%. Das bedeutet, das Jemand mit einem Nettoeinkommen von 1.220 Euro ein Elterngeld in Höhe von 66% erhalten würde, anstatt wie bisher 67%.

Elterngeld Mindestbetrag und Höchstbetrag

Der Gesetzgeber sieht für das Elterngeld zwei feste Beträge vor, die jeweils die monatliche unterste und oberste Grenze bilden:

  • Mindestbetrag (Sockelbetrag): 300 Euro
  • Höchstbetrag: 1.800 Euro

Dabei wird das Elterngeld auf folgende Weise ermittelt (maßgebend ist das ermittelte durchschnittlichen Nettoeinkommen aus den Bruttoeinkünften der letzten 12 Monate):

Nettoeinkommen Berechnung Beispiel
1. 0 € bis 300 € Mindestbetrag: 300 € Einkommen 250 €:
Elterngeld von 300 €
2. 300 € bis 1.000 €
(Geringverdiener)
67% + 0,1% je 2 € unter 1.000 €
(max. 100%)
Einkommen 860 €:
Elterngeld von 74% = 636,40 €
3. 1.000 € bis 1.200 € 67% Einkommen 1.180 €:
Elterngeld von 67% = 790,60 €
4. über 1.200 € 67% – 0,1% je 2 € über 1.200 €
(min. 65% / max 1.800 €)
Einkommen 1.220 €:
Elterngeld von 66% = 805,20 €

Die in der Tabelle berrechneten Beträge können sich noch um Boni beim Elterngeld erhöhen. Diese wären:

  • Geschwisterbonus
  • Mehrlingsbonus (z.B. bei Zwillingen)

die weiter unten erläutert werden.

Erläuterung zur Berechnung der Elterngeld Höhe

In den folgenden Erläuterungen zeigen wir auf, wie das Elterngeld der oberen Tabelle berechnet wurde:

1. Mindestbetrag

Liegt der Betrag jedoch unter dem Betrag von 300 Euro, so wird der Betrag auf den so genannten Sockelbetrag von 300 Euro als Elterngeld angehoben (§ 2 Abs. 5 BEEG). Der Mindestbetrag kommt häufig bei Minijobbern, Studenten und Erwerbslosen in Betracht, die kein oder nur sehr geringes Einkommen aufweisen können.

2. Geringverdienerkomponente

Die Geringverdienerkomponente greift bei einem Einkommen vor der Geburt bis 1.000 Euro und erhöht den Prozentsatz des zu zahlenden Elterngeldes um je 0,1 % je 2 Euro Differenz zu einem Einkommen in Höhe von 1.000 Euro (§ 2 Abs. 2 Satz 1 BEEG).

Lag der Verdienst beispielsweise im Durchschnitt bei 600 Euro, so beträgt die Differenz zu einem Verdienst in Höhe von 1.000 Euro 400 Euro. In diesem Fall wird dieser Betrag durch die 2 Euro geteilt (400 : 2 = 200) und mit den Prozentsatz multipliziert (200 x 0,1% = 20 %). Das Ergebnis wird bei der Elterngeld Berechnung den grundlegenden 67 % hinzugerechnet. Hier sind also auch bis zu 100% des zuletzt bezogenen Einkommens möglich. Beispielsweise würde ein Antragsteller/in die ein Einkommen von 340 Euro vor der Geburt aufweisen, auch 100% des Einkommens als Elterngeld erhalten, somit 340 Euro (1.000 Euro – 340 Euro = 660 Euro / 2 = 330 x 0,1% = 33% + 67% = 100%) .

Im oberen Beispiel bei der betreffende Person würde statt des Betrages von 402 Euro (= 67 % von 600 Euro) aufgrund der Gerinverdienerkomponente 522 Euro (= 67% + 20 % Geringverdienerkomponente von 600 Euro), also 87% ausgezahlt. Die Geringverdienerkomponente soll einen Unterschied gegenüber Erwerbslosen und Hartz IV Empfängern gewährleisten und Geringverdiener im Fall der Elternschaft gegenüber den Erwerbslosen bei der Elterngeld Berechnung belohnen, die den Sockelbetrag von 300 Euro erhalten.

3. Einkommen zwischen 1.000 und 1.200 Euro

Eltern, die vor der Geburt des Kindes ein durchschnittliches Nettoeinkommen in den Grenzen zwischen 1.000 Euro und 1.200 Euro hatten, erhaöten den Elterngeld Regelsatz in Höhe von 67%, der seit der Einführung des Elterngeldes besteht (§ 2 Abs. 1 BEEG).

4. Einkommen ab 1.200 Euro – stufenweise Absenkung

Ab 2011 kommt hier eine Änderung eine Änderung bei der Berechnung. Seit der Einführung des Elterngeldes in 2007 wurde für jedes Einkommen ein Satz von 67% gezahlt. Ab dem 01.01.2011 wurde hier eine stufenweise Absenkung ab einem Einkommen von 1.200 Euro eingeführt. Einkommen, die über 1.200 Euro liegen, werden stufenweise je 2 Euro, die 1.200 Euro überschreiten um 0,1% gekürzt, wobei der Mindestsatz hier 65% beträgt (§ 2 Abs. 2 Satz 2 BEEG).

Beispiel: Ein Einkommen von 1.220 Euro überschreitet die Grenze von 1.200 Euro um 20 Euro. 20 Euro / 2 Euro = 10 x 0,1% = 1%. Somit würde bei einem Einkommen von 1.220 Euro Elterngeld nicht in Höhe von 67%, sondern in Höhe von 66% (67% – 1%) ausgezahlt. 65% von 1.220 Euro ergeben 805,20 Euro, nach der alten Regelung mit 67% hätten die Eltern ein Elterngeld in Höhe von 817,40 Euro erhalten, was in diesem Beispiel zu einem Verlust von 12,20 Euro monatlich führt.

Die Höchstgrenze von 1.800 Euro Elterngeld monatlich bleibt weiterhin bestehen. Es werden also ab dem o.g. Einkommen mindestens 65% gewährt, die allerdings widerrum auf 1.800 Euro begrenzt sind, der so genannten Kappungsgrenze.

Geschwisterbonus beim Elterngeld

Der Geschwisterbonus nach § 2 Abs. 4 BEEG greift, wenn bei der beantragenden Familie zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes noch

  • ein Geschwisterkind unter drei Jahren
  • zwei Kinder unter 6 Jahren
  • ein behindertes Kind unter 14 Jahren

ebenfalls im Haushalt leben. Der Geschwisterbonus beträgt 10 % des bis zu diesem Zeitpunkt der Elterngeld Berechnung ermittelten Betrages, besitzt jedoch ähnlich wie das grundlegende Elterngeld einen Sockelbetrag, der in diesem Fall mindestens 75 Euro beträgt.

Liegt also das berechnete Elterngeld wie im vorangehenden Beispiel der Geringverdienerkomponente bei 522 Euro, wäre der Geschwisterbonus bei 52,20 Euro und würde den Sockelbetrag nicht erreichen. Somit wird der Bonus auf 75 Euro angehoben. Liegt die Elterngeld Berechnung jedoch beispielsweise bei 850,00 Euro, läge der Geschwisterbonus in Höhe von 10 % bei 85,00 Euro.

Elterngeld Bonus für Mehrlingsgeburten

Ein weiterer Bonus, der jedoch nicht im nachfolgenden Punkt der Berechnungen berücksichtigt wird, sondern erst zum Abschluss der Berechnungen hinzu geführt wird, ist der Mehrlingsbonus.

Dieser Bonus gewährt dem Antragsteller bei der Geburt von Mehrlingen einen zusätzlichen Betrag von 300 Euro je Mehrlings-Kind, also bei Zwillingen 300 Euro, bei Drillingen 600 Euro, etc.

Elterngeld für Angestellte und Arbeitnehmer

Als Arbeitnehmer ist der Anspruch auf Elterngeld vergleichsweise einfach geregelt. Die Einhaltung der grundsätzlichen Anforderungen wie der Wohnsitz in Deutschland und die eigene Betreuung des Kindes sind in diesem Personenkreis besonders verbreitet. Diese Regelungen für das Elterngeld gelten dabei sowohl für Frauen, die im Jahr vor der Entbindung in Vollzeit oder auch in Teilzeit angestellt waren.

Darüber hinaus kann die Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer ihrer bzw. seiner Tätigkeit auch während des Bezugszeitraumes von Elterngeld nachgehen, sofern dieser im monatlichen Durchschnitt die 30 Wochenstunden nicht überschreitet. Wird von der Krankenversicherung Mutterschaftsgeld bezahlt, so wird dieses Geld auf die Zahlung des Elterngeldes für den Zeitraum des Mutterschutzes angerechnet. Dies hat bei den meisten Arbeitnehmerinnen zur Folge, dass ihnen im ersten Monat ein verringertes oder gar kein Elterngeld ausgezahlt wird.

Das Einkommen bei nichtselbständiger Arbeit wird berechnet, indem das Bruttoeinkommen bereinigt wird (Abzug von Einmalzahlungen, Steuern und Sozialabgaben). Im nächsten Schritt wird von diesem bereinigten Bruttoeinkommen (Nettoeinkommen) ein weiterer Werbungskostensatz von 83,33 Euro monatlich (1.000 Euro pro Jahr) abgezogen.

Einmalzahlungen bleiben außer Betracht

Bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage zum Elterngeld werden Einmalzahlungen wie:

  • 13. und 14. Monatsgehalt
  • Weihnachtsgeld
  • Urlaubsgeld
  • Abfindung
  • Erfolgsbeteiligung
  • Sonderzahlung

nicht mit einbezogen. Hintergrund ist, dass es sich bei Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und Co. lediglich um eine Einmalzahlung handelt, welche die wirtschaftlichen Verhältnisse der Eltern nicht mit der gleichen Nachhaltigkeit, wie die monatlichen Einnahmen aus der Erwerbstätigkeit, prägt.

Elterngeld für Beamte

Waren die sozialen Leistungen bei Beamten bisher anders geregelt, als bei normalen Festangestellten, so gilt der Anspruch auf Elterngeld als vergleichbar mit dem eines fest angestellten Mitarbeiters eines Unternehmens. Der einzige Unterschied beim Elterngeldanspruch liegt beim Beginn der Mutterschaft: Eine Beamtin bezieht bei einer Mutterschaft bis einschließlich der 8. Woche nach der Geburt ihr volles Gehalt weiter.

Das bedeutet, dass die verbeamtete Mutter kein Mutterschaftsgeld bekommt, das weiterführende Beamtengehalt tritt jedoch an dessen Stelle. Da das Elterngeld als Ausgleich für die Einkommenseinbußen durch die Geburt steht, wird für diese acht Wochen nach der Geburt das Einkommen auf das Elterngeld angerechnet.

Elterngeld für Selbständige und Unternehmer

Für Selbständige gelten dieselben Regeln wie für Arbeitnehmer. Bei Ihnen wird der um Steuern und Sozialabgaben bereinigte Gewinn der letzten 12 Monate vor der Geburt des Kindes zur Berechnung des Elterngeldes herangezogen. Gleichzeitig darf die wöchentliche Arbeitszeit von 30 Stunden im Durchschnitt nicht überschritten werden.

Der Gewinn aus der Tätigkeit während des Bezuges von Elterngeld wird dabei ebenso auf die Höhe des Elterngeldes angerechnet wie bei einem Arbeitnehmer. Entsprechend müssen Selbständige im Vergleich zu Arbeitnehmern regelmäßig die für die Berechnung notwendigen Unterlagen, wie Bilanzen sowie Gewinn und Verlustrechnungen vorlegen.

Gleichzeitig kann der Selbständige auch Aufträge mit vorübergehenden Aufenthalten im Ausland annehmen, ohne dass ein Anspruch auf Elterngeld in Deutschland erlischt, wie es beispielsweise bei einem Arbeitnehmer der Fall wäre, der für eine befristete Festanstellung im Ausland dort sozialversicherungspflichtig würde.

Angestellte mit selbständiger Nebentätigkeit

Bei angestellten Personen, die neben ihrer Festanstellung einer selbständigen Tätigkeit nach gehen, wird die Höhe der jeweilig daraus resultierenden Einnahmen getrennt berechnet, in der Berechnung der Anspruchshöhe des Elterngeldes jedoch als ein Einkommen zusammengefasst.

Anrechnung von Entgeltersatzleistungen

Als Entgeltersatzleistungen gelten alle Leistungen, die ebenso wie das Elterngeld die finanziellen Leistungen aus dem Einkommen ersetzen sollen. Dazu gehören im Fall einer Kindesgeburt beispielsweise von der Krankenversicherung gezahltes Mutterschaftsgeld oder Lohnfortzahlungen bei Beamten bis zur 8. Lebenswoche des Kindes.

In Ausnahmefällen können auch andere Entgeltersatzleistungen, wie beispielsweise Zahlungen von Renten (Berufsunfähigkeitsrente, Altersrente, etc.) sowohl der Eltern, als auch der Personen, welche die Position der Eltern aus schwerwiegenden Gründen angenommen haben (Adoption, Betreuung durch Großeltern), angerechnet werden. Dieser Fall tritt ein, wenn diese Entgeltersatzleistungen nach der Geburt des Kindes gezahlt werden und das Einkommen aus Erwerbstätigkeit ganz oder teilweise ersetzen, welches vor der Geburt des Kindes erzielt worden ist (§ 3 Abs. 2 BEEG). Eine Anrechnung findet also nur statt, wenn die Rente an Stelle des Erwerbseinkommens tritt.

Diese Entgeltersatzleistungen haben gegenüber dem Elterngeld Vorrang und sind entsprechend als Einkommen während dem Elterngeldbezug anzurechnen und können den Auszahlungsbetrag des Elterngeldes mindern. Jedoch kommt auch hierbei der Sockelbetrag zum Tragen, so dass im Anspruchsfall eine monatliche Auszahlung von mindestens 300 Euro garantiert ist (bei Mehrlingsgeburten verfielfacht.

Kein Sockelbeitrag bei Sozialleistungen

Erhielten die beantragenden Eltern vor der Geburt des Kindes Sozialleistungen in Form von Hartz IV Leistungen, Sozialhilfe oder den Kinderzuschlag, so wird der Sockelbetrag vollständig auf diese Leistungen angerechnet. Hier gibt es nur die Ausnahme der Anrechnung auf Hartz IV Leistungen, Kinderzuschlag und Sozialhilfe, wenn die Eltern vor der Geburt des Kindes Erwerbseinkommen nachweisen können.

Anrechnung von Erwerbstätigkeit während des Elterngeldbezuges

Während des Bezuges von Elterngeld kann die berufliche Tätigkeit wieder aufgenommen werden, soweit die Tätigkeit eine durchschnittliche Stundenzahl von 30 Stunden je Woche nicht überschreitet. Dieser Verdienst wird entsprechend des Bezuges von Elterngeld angerechnet, indem das Elterngeld auf die Höhe des Differenzbetrages zwischen dem durchschnittlichen Nettoeinkommen vor der Geburt des Kindes und dem nun erzielten Einkommen als Berechnungsgrundlage dient.

Liegt der Auszahlungsbetrag auf der Grundlage des Differenzbetrages unter 300 Euro, greift jedoch auch hier der Sockelbetrag und es kommen weiterhin 300 Euro zur Auszahlung. Der Mehrlingsbonus bleibt ebenso wie der Sockelbetrag bei der Elterngeld Berechnung grundsätzlich von der Anrechnung unberührt.