Förderungsdauer durch den Kinderzuschlag

Ursprünglich galt für die Bezugsdauer von Kinderzuschlag nach § 6a BKGG eine maximale Förderungsdauer von 36 Monaten. Diese ist mittlerweile schon seit ein paar Jahren aufgehoben, da der Kinderzuschlag der Kinderarmut vorbeugen soll und so unbegrenzt bezogen werden kann, wenn die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind.

Kindergeldanspruch ist Vorausssetzung

Da die Kernvoraussetzung für den Bezug von Kinderzuschlag der Anspruch auf Kindergeld ist, können Eltern von der Geburt an bis höchstens zur Vollendung des 25. Lebensjahres des Kindes den Kinderzuschlag durch die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit erhalten.

Wurde der Kindergeldzeitraum verlängert, beispielsweise durch einen abgeleisteten Wehr- oder Zivildeinst, so verlängerte sich die Bezugsdauer des Kinderzuschlags entsprechend. Der gesetzliche Wehr- bzw. Zivildienst wurde jedoch bereits 2011 abgeschafft, so dass eine Verlängerung des Bezugszeitraums nur als Übergangsregelung galt, von der die Jahrgänge 1981 bis 1983 profitieren konnten. Weitere Informationen hierzu siehe volljährige Kinder.

Behinderte, volljährige Kinder haben unbegrenzten Anspruch auf Kindergeld. In diesem Fall wäre auch die Bezugsdauer des Kinderzuschlags über die Vollendung des 25. Lebensjahres hinaus möglich.

Einkommen relevant

Darüber hinaus sind auch die Einkommen der Eltern sowie der Kinder selbst zu berücksichtigen. Auch wenn die Eltern mit ihrem Einkommen die weiteren Voraussetzungen für den Kinderzuschlag erfüllen, kann das Einkommen des Kindes dafür sorgen, dass der Bezugszeitraum vorzeitig endet und der Anspruch auf den Kinderzuschlag aufgehoben wird, da das Kind aufgrund des eigenen Einkommens nicht mehr bedürftig ist.

Hartz IV statt Kinderzuschlag

Werden nicht mehr die Voraussetzungen für Kinderzuschlag erfüllt, weil die bisherigen Anspruchsberechtigten im Laufe der Zeit Hartz IV Leistungen bzw. Sozialgeld für die Kinder beziehen, endet auch der Bezugszeitraum des Kinderzuschlags – dies ist der Fall, wenn sich die Einkommensverhältnisse der Eltern/ Elternteile so ändern, dass ergänzende Arbeitslosengeld II (Hartz IV ) Leistungen beantragt werden müssen (siehe auch Einkommensgrenzen). In diesem Fall werden die gesamten Leistungen nicht mehr über den Kinderzuschlag nach § 6a BKGG sondern über die Arbeitslosengeld II Leistungen nach dem SGB II geleistet. Diese schließen den gleichzeitigen Bezug von Kinderzuschlag aus.